Kompetenzzentrum Oberlausitzer Streuobstwiesen

Das Kompetenzzentrum Oberlausitzer Streuobstwiesen dient der Erhaltung und Weiterentwicklung des Streuobstbestandes im Landkreis Görlitz. Streuobstwiesen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz sowie zur Erhaltung der Biodiversität/Agrobiodiversität in der Kulturlandschaft in der Region.

Das Vorhaben wird vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) finanziell gefördert und mit zahlreichen Akteuren umgesetzt. Verbundpartner ist, neben dem IBZ St. Marienthal, die Oberlausitz-Stiftung, Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt und Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz.

Innerhalb des Projektes werden die folgenden innovativen Maßnahmen ergriffen:

  • Aufbau eines öffentlichen Streuobstwiesenkatasters, in dem die Streuobstwiesen im Landkreis Görlitz erfasst werden, u.a. Größe und Lage Fläche sowie Zahl der Bäume. Dieses im Internet kostenfrei zugängliche Kataster bietet dann u.a. die schnelle Identifikation von Potentialen und Problemen (z.B. Pflegebedarf).
  • Die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte (z. B. Dörrobst, Cider, Apfelsecco, Liköre, Destillate etc.) und Nutzungsformen von Obst von Streuobstwiesen gemeinsam mit regionalen Akteuren.
  • Der Aufbau einer Schülerfirma, die Streuobst erntet, in die Verarbeitung bringt und das Produkt (z. B. Apfelsaft) verkauft. Falls Sie, als SchülerIn oder LehrerIn, Interesse an der Gründung einer Schülerfirma haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per Mail/telefonisch (siehe Kontakte unten).
  • Die Ausrichtung einer Streuobstwiesenkonferenz mit dem Thema „Streuobstwiesen im Klimawandel: Herausforderungen & Lösungen“ am 6. & 7. Mai 2022 in den Räumlichkeiten des IBZ.
  • Die Kampagne „100 Bäume für die Zukunft“: Vier Streuobstwiesenbesitzer erhalten jeweils kostenlos 25 Obstbäume und einen Leitfaden zur Pflege von Streuobstwiesen.
  • Öffentlichkeitsarbeit (Newsletter, Pressekonferenz).

Ein Streuobstwiesenaktionstag in Form eines Obst- und Winzerfestes fand am 17. Oktober 2021 auf dem Gelände des Kloster St. Marienthal in Ostritz statt. Über 2.000 Besucher erfreuten sich an Führungen über die Streuobstwiese, an Fachvorträgen, regionalen Obstprodukten sowie an einer Obstsortenschau und -bestimmung.

  • Weiterhin wurde bereits ein Fotowettbewerb zum Thema „Oberlausitzer Streuobstwiesen“ ausgerichtet.
  • Auch eine Crowdfunding-Aktion fand statt. Gemeinsam mit der Oberlausitz-Stiftung wurde das Crowdfunding-Projekt „40 historische Obstsorten – für den Erhalt der Biodiversität“ erfolgreich finanziert und abgeschlossen, sodass 55 hochstämmige Obstbäume auf einer bereits vorhandenen Streuobstwiese in Klein Neundorf bei Görlitz sowie entlang eines landwirtschaftlichen Weges in Kunnerwitz gepflanzt werden konnten. Beide Flächen gehören dem Demeter-Landwirtschaftsbetrieb Lindenhof in Pfaffendorf. Das erfolgreich abgeschlossene Crowdfunding-Projekt ist auf der Plattform 99 Funken zu finden unter: https://www.99funken.de/alte-obstsorten.

Kontakt

Projektmanagerin
Maike Mühle
Tel.: +49 (0) 35 823 – 77 276
Email: muehle@ibz-marienthal.de

Projektmanager
Peter Decker
Tel.: +49 (0) 35 823 – 77 271
Email: decker@ibz-marienthal.de

Stiftungsdirektor
Dr. Michael Schlitt
Tel.: +49 (0) 35 823 – 77 231
Email: schlitt@ibz-marienthal.de

Die Maßnahme Kompetenzzentrum Oberlausitzer Streuobstwiesen wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.