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Geschichte des Klosters

Kloster St. Marienthal 2007
Die erste Schenkungsurkunde für das Kloster St. Marienthal wurde am 14. Oktober 1234 in Prag von Königin Kunigundis, Gemahlin König Wenzels von Böhmen, ausgestellt. Vermutlich schon im November 1237 wurde die Abtei dem Zisterzienserorden inkorporiert. Außerdem erhielt es 1245 die Exemtion und ist seitdem unabhängig von bischöflicher Rechtsprechung. Lange Zeit hindurch war die Äbtissin auch Landesherrin. Ostritz entwickelte sich unter der Herrschaft des Klosters zur Stadt. In der ersten Hälfte des 19. Jh. wurde der größte Teil des Grundbesitzes vom Staat übernommen. Damit endete die weltliche Herrschaft der Abtei.
Dennoch setzte das Kloster seinen Beitrag zur Entwicklung des Umlandes durch die Errichtung von Schulen, Einrichtungen der Seelsorge, Waisen- und Krankenversorgung fort. Hiervon zeugen jene Orte des Klosterumlandes, die heute zu Polen gehören. Gegenwärtig hat das Kloster noch ca. 300 ha landwirtschaftlichen Besitz, welcher verpachtet ist, und 860 ha Klosterwald, der selber bewirtschaftet wird.

1955 eröffnete das Kloster innerhalb des Abteigebäudes ein Pflegeheim für geistig behinderte Mädchen, heute sind es ältere Frauen, die 1999 auf den Pater-Kolbe-Hof nach Schlegel zogen. Dort wurden 1978 ein Wohnheim und eine Werkstatt für behinderte junge Männer errichtet. Benannt wurde der ehemalige Klosterhof nach Pater Maximilian Kolbe, der 1941 im Vernichtungslager Auschwitz gestorben ist. 1984 feierte das Kloster sein 750 jähriges Bestehen. Der Konvent stellt sich im Wandel der Zeiten vielfach dem Spannungsfeld, das zwischen der zeitbedingten Hilfe nach außen und dem zeitlosen Prinzip des kontemplativen Lebens im Inneren besteht.

Kloster St. Marienthal 2000
Äußerer Druck, dem das Kloster während der nationalsozialistischen und kommunistischen Diktaturen ausgesetzt war, verwehrte dem Konvent, das Spannungsfeld auch in dieser Zeit nach eigenen Vorstellungen aufzugreifen und zu gestalten. Derzeit amtiert die 55. Äbtissin, Sr. M. Regina Wollmann. Der Konvent umfasst 14 Ordensschwestern. Das klösterliche Leben hat eine ununterbrochene Kontinuität, die auch nicht in den zahlreichen sehr schwierigen Zeiten der Geschichte des Klosters zerbrach.
Inzwischen hat sich der Zukunftshorizont des Klosters drastisch verändert. Die Schwestern sind bemüht, sich unter neuartigen Bedingungen neu zu orientieren und dabei in der Geschichte des Klosters verwurzelt zu bleiben.

 

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