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Nachhaltigkeitslotsen

Zielgruppe für das Projekt „Nachhaltigkeitslotsen in Schule, Peergroup und Familie – Jugendliche werden aktiv“ sind Jugendliche mit dem Förderbedarf „Lernen“.
In dem zweijährigen Projekt hat das IBZ St. Marienthal 82 Jugendliche zu Nachhaltigkeitslotsen ausgebildet. In fünftägigen Seminaren erfuhren die Teilnehmenden, was man als Jugendlicher alles machen kann, um umweltgerecht, sozial fair und wirtschaftlich vernünftig zu leben.

Das besondere an diesem Projekt ist, dass die Jugendlichen aus Förderschulen dieses Wissen nicht für sich behalten haben, sondern damit in ihr soziales Umfeld hinein wirken. Damit wird eine Zielgruppe erreicht, die bislang noch zu wenig durch die Bildung für nachhaltige Entwicklung erreicht wurde. Die Jugendlichen untersuchten nach dem Qualifizierungsseminar, wie nachhaltig ihre Schule, Verein oder Familie lebt und arbeitet. Dabei konnten die zur Verfügung gestellten Checklisten zu den Themen „Energie und Wasser“„Material“ und „allgemeiner Nachhaltigkeitscheck“ eine Hilfe darstellen. Aus diesem „Nachhaltigkeitscheck“ eine Hilfe darstellen. Aus diesem „Nachhaltigkeitscheck“ leiteten die Nachhaltigkeitslotsen Projekte ab, welche dann auch umgesetzt wurden. Folgende Projekte wurden durchgeführt (teilweise gleiche Projekte von mehreren Schulen):

  • Einrichtung von „Nachhaltigkeitsdienst“: Je zwei Schüler pro Klasse kümmern sich um das richtige Heizen, Lüften und das Stromsparen (Licht etc.)
  • Auf Handtuchspendern in den Toiletten wurde ein Schild angebracht „Nimm zwei!“ Zusätzlich gab es Kurzvorträge für alle Klassen durch die Nachhaltigkeitslotsen, um die Aktion zu erläutern.
  • Nicht bestellte Kataloge werden in Schule und zahlreichen Elternhäusern mit der Aufschrift „Bitte an den Absender zurück“ zur Post gebracht.
  • Ausgebildete Nachhaltigkeitslotsen gehen in alle anderen Klassen der Schule und multiplizieren ihr Wissen, um auch andere Klassen zum Strom und Heizenergie sparen anzuregen.
  • Entwicklung eines immerwährenden Kalenders, in dem monatsweise Nachhaltigkeitstipps gegeben werden (Januar: Richtig Heizen, Februar: Stromsparen, März: Essen, Verpflegung, April: Fairer Handel; Mai: Wasser…)
  • Bau eines Dreisäulenmodells mit der Erdkugel auf den Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziale Aspekte)
  • Aufnahme des Nachhaltigkeitsgedankens in die Schulordnung (mit Begründungen auf allen Ebenen, wie Schülerrat, Schulrat etc.)
  • Beteiligung an weiteren Nachhatigkeitsprojekten und Wettbewerben.
  • Erstellung unzähliger Plakate und Poster zu Themen der Nachhaltigkeit.

Die besten sechs Projekte wurden ausgezeichnet und gewannen eine Seminarwoche im IBZ gemeinsam mit den Klassenkameraden.
Aber auch die Eltern der Teilnehmenden wurden durch ihre Kinder positiv beeinflusst. Bei zwei Veranstaltungen über gesunde, umweltgerechte Ernährung konnten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern kochen.
Insgesamt wurden mit dem Projekt 272 Jugendliche und ihre Eltern intensiv in mehrtägigen Veranstaltungen erreicht. Das Projekt stand unter der Schirmherrschaft des sächsischen Umweltministers und erhielt den Sächsischen Umweltpreis und wurde durch den Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung als Werkstatt N Projekt ausgezeichnet.

Weitere entstandene Materialien in dem Projekt:
Kennenlernbingo
Nachhaltigkeitsquiz
Fledermausquiz

Das Projekt wurde in den Jahren 2014 und 2015 finanziell durch den Freistaat Sachsen gefördert.

Wappen_des_Freistaates_Sachsen IBZ_Logo_normal

Kontakt
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ)
Georg Salditt
Projektleiter Umwelt- und politische Jugendbildung
St. Marienthal 10
02899 Ostritz

Tel.: +49 (0) 35 823 – 77 232
Fax: +49 (0) 35 823 – 77 250
Salditt@ibz-marienthal.de/

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