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LÖBESTEIN

Landmanagementsysteme, Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität – Entwicklung von STEuerungsInstrumenten am Beispiel des Anbaues Nachwachsender Rohstoffe

LÖBESTEIN ist ein Verbundprojekt mit einer Laufzeit von Juli 2010 bis Juni 2013, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Landmanagement“ (FKZ 033L028) gefördert wird. Zu den Projektpartnern zählen:

  • Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR)
  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF)
  • Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
  • Lausitzer Erzeuger- und Verwertungsgemeinschaft Nachwachsende Rohstoffe e.V. (LEVG)
  • Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ St. Marienthal)

Projektziele

Das Projekt LÖBESTEIN trägt unter den Bedingungen eines verstärkten Anbaus nachwachsender Rohstoffe dazu bei, dass die von der Natur bereitgestellten Leistungen zum Wohle des Menschen erhalten und gefördert werden. Sein Ziel ist, diese Ökosystemgüter und -dienstleistungen besser in die gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse einzubeziehen, um Aktivitäten zum Klimaschutz mit den Bemühungen zum Erhalt der Biologischen Vielfalt und der Ökosysteme optimal zu verbinden.
Der Landkreis Görlitz dient dabei als Beispielregion, da er mit Ausnahme von Küsten und Hochgebirgen alle für Mitteleuropa typischen Naturräume umfasst. Auch lassen sich in einigen Bereichen des Landkreises bereits heute Merkmale des prognostizierten Klimawandels, z. B. ausgeprägte Sommertrockenheit, absinkender Grundwasserspiegel und extreme Wetterereignisse beobachten.

Methodik

Ökosystemdienstleistungen beschreibt ein Konzept, welches im Projekt angewendet und bewertet wird. Es beschreibt Leistungen, die von der Natur erbracht werden und dem Menschen nützen. Neben marktfähigen Leistungen, wie die Bereitstellung von Lebensmitteln oder Energiepflanzen (Mais , Holz etc.), sind dies z. B. der Schutz vor Hochwasser, die Vielfalt an Arten und Ökosystemen, aber auch attraktive Landschaftsbilder (zur Erholung und Freizeitnutzung). Auch Güter und Dienstleistungen ohne Marktwert sind für das Wohlergehen des Menschen gleichwohl unabdingbar. Im Projekt LÖBESTEIN findet ein Praxistest dieses Konzeptes statt, um zu überprüfen, ob es bei der Steuerung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe anwendbar ist. Zudem werden Schwellenwerte und Minimalanforderungen erarbeitet, die der Anbau von Biomasse zu energetischen Zwecken erfüllen sollen, um alle relevanten Ökosystemdienstleistungen nachhaltig zu sichern. Forscher und verschiedene Akteure aus der Praxis überprüfen beispielhaft Steuerungs-, Planungs- und Förderinstrumente unter Berücksichtigung von Ökosystemdienstleistungen auf ihre Wirksamkeit in der Landnutzung unter dem Gesichtspunkt eines verstärkten Anbaus von Energiepflanzen.

Zielgruppen

Neben Beiträgen zur wissenschaftlichen Diskussion, beispielsweise zur Erfassung und Bewertung von Ökosystemdienstleistungen, dient das Projekt der Gesellschaftsberatung und der Verbesserung der Anbaupraxis vor Ort. Durch die Projektpartner sollen gezielt Landwirte und Praktiker in den Forschungsprozess eingebunden werden. Die erarbeiteten Empfehlungen zu einer verbesserten Steuerung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe sollen zur Akzeptanz in der Umweltverwaltung und zur Politikberatung beitragen. Akteure und Interessenten in der Thematik können an verschiedenen projektbezogenen Veranstaltungen teilnehmen und sich aktiv einbringen. Das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal unterstützt die Projektumsetzung mit Öffentlichkeits- sowie Bildungsarbeit und dient als Ansprechpartner in der Region.

Kontakt
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ)
St. Marienthal 10
02899 Ostritz

Tel.: +49 (0) 35 823 – 77 233
Fax:  +49 (0) 35 823 – 77 250

info@ibz-marienthal.de/

www.loebestein.de

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