Der in der Mitte des Klosterhofs stehende Brunnen wurde vom Ostritzer Steinmetz und Steinbildhauermeister Robert Vallentin und seinen Mitarbeitern in den vergangenen Wochen grundlegend saniert.

Die Sanierung war erforderlich, da das Brunnenbecken undicht geworden war und extrem viel Wasser verlor. Folgende Arbeiten wurden ausgeführt:

  • Reinigung des Brunnens: Beseitigung von Laub und Unrat, Reinigung des Brunnenbeckens im Heißluftdampfverfahren
  • Entfernen des alten Fugenmaterials durch Aufschneiden und/oder Herausziehen,
  • Gründliche Reinigung der Fugen und Fugenflanken
  • Abdichtung des Beckenbodens durch Aufbringen einer flexiblen Dichtschlämme in zwei Durchgängen
  • Abdichtung der Fugen am Beckenboden sowie am äußeren und inneren Beckenrand

Seinen Namen hat der Brunnen von einer Inschrift an der Säule des Brunnens. Dort steht: „Gelobt sey die Allerheyligste Dreyfaltigkeit.“ Der Chor der Engel schwebt darüber und trägt den Blick nach oben zu den goldenen Strahlen und den Symbolen für die Heilige Dreifaltigkeit: Gott Vater, Gott Sohn mit dem Kreuz: beide halten die goldene Weltkugel, und über ihnen der Heilige Geist in Gestalt der Taube. Auf der anderen Seite der Säule prangt das reich gestaltete Wappen der Äbtissin Martha Tanner, in deren Regierungszeit 1704 der Brunnen errichtet wurde.

Das Wasser plätschert aus löwenköpfigen Wasserspeiern in das achteckige Becken aus Oberlausitzer Sandstein und Granit. Der Brunnen diente früher auch als Pferdetränke. Ein Bleidübel für die Befestigung der Pferde ist erhalten.

Das Wasser des Brunnens wird nicht mehr durch die ursprünglichen Holzröhren aus dem Glasbach gespeist, sondern aus dem nahe gelegenen, in 14 Meter Tiefe befindlichen Brunnen.

Die Sanierung des Dreifaltigkeitsbrunnens wurde finanziert durch den Freistaat Sachsen, die Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal, den Freundeskreis des Klosters St. Marienthal sowie den Förderkreis des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal.